Tipps zur Nachbearbeitung von Landschaftsaufnahmen

Fotografie Tipps - Februar 8, 2013 admin 0 comments

Landschaftsaufnahmen

Der Ärger über misslungene Fotos und somit auch über hinausgeworfenes Geld für die Filmentwicklung hat mit der digitalen Fotografie ein Ende. Durch richtige Bildnachbearbeitung können Amateuraufnahmen nicht nur nachgebessert, sondern auch künstlerisch verändert und stimmungsvoller gemacht werden.

Die Digitalisierung hat die Fotografie sowohl für den Profi, vor allem aber für den Amateurfotografen um einiges einfacher gemacht und bietet umfangreiche Möglichkeiten der Nachbearbeitung von Bildern. Denn was beim Abdrücken nicht erkannt oder auf dem Display an der Kamera übersehen wurde und ein stimmungsvolles Landschaftsbild stört, kann auf diese Weise leicht ausgebessert und überarbeitet werden.

Dem interessierten Anwender steht für diese nachträgliche Bildbearbeitung mittlerweile eine breite Palette an Programmen zur Verfügung, von sogenannten „Open Source“-Programmen wie „Gimp“ oder „Paint.net“ für Einsteiger, bis hin zu etwas kostspieligerer Profi-Software wie „Photoshop“ von Adobe oder „Corel Draw“. Diese professionellen Programme bieten natürlich weit mehr Wege der Bearbeitung, es erfordert allerdings auch eine gewisse Zeit um den Umgang damit zu erlernen. Neben dem Besuch von Kursen, gibt es auch die Möglichkeit des Selbststudiums. Mit passender Literatur kann man versuchen, selbst zum gewünschten Ergebnis zu kommen.

Doch in wieweit kann mir die Fotobearbeitung von Nutzen sein? Häufig sind es Kleinigkeiten, die eine stimmungsvolle Landschaftsaufnahme nicht ganz perfekt aussehen lassen, wie zum Beispiel kleine Staubkörner auf der Linse oder der sogenannte Rotaugeneffekt. Diese störenden Elemente im Bild können mit Hilfe von Bearbeitungssoftware entfernt werden. Manche dieser Programme bieten die Möglichkeit einer „Stapelbearbeitung“, damit kann dasselbe störende Element bei mehreren Fotos hintereinander entfernt werden. Auch passiert es häufig, dass beim Fotografieren aufgrund einer unruhigen Hand oder eines schlecht eingestellten Statives der Horizont etwas schief geraten ist. Mit einer Drehung um den Mittelpunkt kann das Bild wieder in die richtige Position gerückt werden.

Ein wichtiges Kapitel in der Nachbearbeitung von Fotos ist die Farb- und Helligkeitskorrektur. Es besteht hier nicht nur die Möglichkeit, zu dunkel geratene Bilder ansehnlicher zu machen, man kann auch gut gelungenen Fotos mit leichten Farbkorrekturen eine andere oder intensivere Stimmung verleihen und diese dramatischer wirken lassen. Sie können auch nur Teile eines Fotos heller oder dunkler machen, wie zum Beispiel den Himmel oder den Hintergrund. Falls durch falsche Belichtung oder einen versäumten Weißabgleich die Farben unnatürlich erscheinen, ist dies mit einer Farbkorrektur zu beheben. Farbtöne kann man sowohl einzeln verändert, als auch die Sättigung des ganzen Bildes nachbessern. Professionellere Programme bieten ebenso die Möglichkeit, nachträglich einen Weißabgleich am Foto durchzuführen und so die gesamte Farbtemperatur des Bildes anhand eines manuell gewählten Richtwertes anzupassen.

Aber natürlich ist die digitale Bildnachbearbeitung keine Zauberei, die alles ermöglicht. Ist ein Bild zu dunkel oder gar komplett schwarz, lässt sich wenn überhaupt nur sehr schwer etwas retten. Und wenn, dann geht dies mit einem immensen Qualitätsverlust des Bildes einher. Ein zu unscharfes oder gar verwackeltes Bild lässt sich ebenso kaum verbessern. Den Kantenkontrast kann man zwar etwas erhöhen, aber ab einem gewissen Grad muss sich leider auch das beste Bearbeitungsprogramm geschlagen geben.

Wie zuvor schon erwähnt, bringen die meisten Bearbeitungsschritte des Bildes unweigerlich einen Qualitätsverlust mit sich, vor allem beim Beschneiden und Vergrößern des Bildes. Deswegen ist grundsätzlich die beste Voraussetzung für ein qualitativ gutes Ergebnis bei der Nachbearbeitung ein unkomprimiertes Format als Ausgangsdatei, in dem das Foto vorliegen sollte. Dies führt zu geringerem Qualitätsverlust bei der Nachbearbeitung bzw. lässt es diesen Verlust weniger auffallen.

Mit etwas Geduld kann man zu einem wahren Profi im Nachbearbeiten und Gestalten seiner Fotografien werden und stimmungsvolle Landschaftsaufnahmen entstehen lassen. Und mit wachsender Erfahrung bekommt man immer mehr das richtige Gefühl für Farbe und Komposition.