So funktionieren Waldfotos im Gegenlicht

Fotografie Tipps - Februar 8, 2013 admin 0 comments

Waldfoto im Gegenlicht

Licht sorgt für viele spannende Facetten beim Fotografieren. Oft genug ist Licht auch der Grund dafür, dass Fotos nicht gelingen. Deswegen gibt es gerade bei Gegenlicht viele Dinge zu beachten, egal, ob es um Kamera, Objektiv, oder Aufnahmewinkel gibt. Gute Tipps um die richtige Aufnahme zu bekommen, sind daher begehrt.

Wälder sind als Fotomotiv stark begehrt. Doch gerade die romantischen Waldmotive, im Gegenlicht fotografiert, sind schwer festzuhalten. Das einfallende Licht führt zu unschönen Spiegelungen und Punktleuchten, was die Qualität des Bildes beeinflussen kann. Um trotzdem gute Fotos schießen zu können, gibt es jedoch einige Tipps und Kniffe.

Wichtig: Die richtige Technik


Am Wichtigsten ist die Wahl einer Kamera, bei der die Einstellungen geändert werden können. Optimal wäre eine Spiegelreflexkamera, bei der die Schärfe durch das Objektiv gesteuert werden kann. Auch die Möglichkeit, die Schärfentiefe kontrollieren zu können. Eine Lupenfunktion in der Kamera ist ebenfalls wichtig. Bei kleineren Kameras ist es schwierig, das geschossene Bild auf dem kleinen Display kontrollieren und beurteilen zu können. Ein Bildzoom ist hierbei von Vorteil.
Als Objektiv können ein 50/60-Makroobjektiv, oder auch ein kleines Portrait-Teleobjektiv von 90 Millimeter verwendet werden. Auch ein Normalobjektiv von 50 Millimeter kann gute Dienste leisten. Bei Bedarf kann für die beiden zuletzt genannten Objektive eine Nahlinse verwendet werden. Auch ein Balgengerät leistet gute Dienste, allerdings sollte beachtet werden, dass dieses Gerät Licht schluckt. Falls Sie eine digitale Spiegelreflexkamera ohne Vollformatsensor nutzen wollen, achten Sie unbedingt darauf, die Brennweite des Objektivs nicht zu groß zu wählen. Auch ein Weitwinkelobjektiv kann bei der Aufnahme von Wäldern gute Dienste leisten.

Scharf oder Unscharf: Eine Frage der Schärfentiefe

Die Schärfte der Bilder ist eines der wichtigsten Dinge am Fotografieren. Beachtet werden muss beim Fotografieren von Pflanzen hauptsächlich der Wind. Ist er zu stark, verwackeln kleine Pflanzen und zerstören damit das ansonsten gelungene Bild. Grundregel für die Fotografie von Pflanzen ist daher, stets mehrere Bilder zu machen. Diese Regel gilt auch für Bäume, da hier die Blätter sowie kleine Zweige bewegt werden können. Ob ein Bild scharf wird oder nicht, hängt allerdings nicht nur vom Wackeln ob. Auch die Blende sowie die Schärfentiefe spielen hier mit hinein. Hier gilt als Grundregel: Je näher die Kamera am Motiv ist, desto geringer sollte die Schärfentiefe sein. Wird digital fotografiert, entfernen Sie sich einfach vom Motiv und zeichnen später einen Bildausschnitt.

Die Frage des Lichtes

Die meisten modernen Kameras regeln die Belichtung automatisch. Oft ist allerdings trotzdem manuell die Belichtung zu korrigieren. Auch die Verwendung von Blitzlicht sollte stets situationsabhängig geschehen, um mögliches Überbelichten zu vermeiden. Wird ein Motiv mit Blitzlicht fotografiert, sollte unbedingt vermieden werden, dass auf dem fertigen Bild die Verwendung des Blitzlichtes erkennbar ist. Ist es nicht möglich, die Automatik der Kamera abzuschalten, so belichten Sie einfach die Automatik unter. Dies ist auch bei älteren Kameras möglich und bietet damit auch bei diesen Modellen eine Möglichkeit, das Licht zu steuern. Bei neueren Kameras stellen Sie die Belichtung einfach auf „Manuelle Belichtungsmessung“ um. Damit ist es möglich, die passende Beleuchtung für das jeweilige Motiv auszuwählen. Gewählt werden sollte die jeweilige Belichtung so, dass auf dem geschossenen Bild möglichst keine Spur des Kunstlichtes zu sehen ist.

Das Motiv

Als Grundregel für das Fotografieren gilt: Schauen Sie vor dem Auslösen unbedingt nochmal in den Sucher. Viele ansonsten gute Fotos werden dadurch zerstört, dass der Fotograf vor dem Abdrücken nicht nochmal in den Sucher geschaut hat. Achten Sie auf Unregelmäßigkeiten und jegliche Bildfehler, die Sie noch erkennen können.
Wird ein Motiv mit großer Fläche gewählt, so sollte beachtet werden, dass auch Kleinigkeiten, die mit blankem Auge erkannt werden können, das Foto nachträglich abwerten können. Umgekehrt gilt für kleine Motive, dass auch größere, weiter entfernte Objekte das Motiv abwerten können.