Abenteuer Tierfotografie

Fotografie Tipps - Februar 8, 2013 admin 0 comments

Tierfotografie

Wenn Sie sich für Tierfotografie interessieren, brauchen Sie vor allem eins: Geduld. Erzwingen lassen sich ausdrucksstarke Tierfotografien nicht. Zoologische Grundkenntnisse erleichtern das Aufspüren von Wildtieren. Sie helfen zudem, das Verhalten der Tiere zu verstehen und das eigene Verhalten, an den Bedürfnissen der Tiere auszurichten.

Die Fotografie von Haus-und Zootieren erfordert eine gute Digitalkamera mit einem lichtstarken Objektiv. Das Objektiv sollte eine Brennweite von 70-200 mm haben. Wenn Sie Tiere in der freien Wildbahn fotografieren, benötigen Sie ein Objektiv mit einer Brennweite von 300-400 mm und somit auch ein Stativ. Damit die eigenen Fotos etwas über das natürliche Verhalten der Tiere erzählen, empfiehlt es sich, diese erst einmal zu beobachten. Studieren Sie ihre Lebensweise und lernen Sie ihre Eigenheiten kennen. Jede Tierart ist einzigartig und stellt Sie vor neue Herausforderungen.

Motive im häuslichen Umfeld finden

Neben den eigenen Haustieren lassen sich in den eigenen vier Wänden durchaus auch andere tierische Fotomotive finden. Die Fliege an der Wand, die Wespe auf dem Marmeladenbrot oder der Spatz auf dem Balkon sind gute Möglichkeiten, ein Gefühl für die schnellen Bewegungen von Tieren zu bekommen und das eigene Kamerageschick zu trainieren. Der selbst angelegte Gartenteich kann ebenfalls eine reiche Quelle tierischer Fotomotive sein. Nicht nur Amphibien und Insekten tummeln sich dort, sondern auch zahlreiche Vögel werden von einem reichen Nahrungsangebot angelockt.

Tiere im Wald finden

Tiere im Wald aufzuspüren, erfordert Fingerspitzengefühl und Geduld. Am besten suchen Sie sich ein bestimmtes Waldgebiet aus und besuchen es regelmäßig. Gehen Sie mit offenen Augen durch die Landschaft und lernen Sie das Gebiet kennen. Seien Sie sich darüber bewusst, dass auch wenn Sie keine Tiere um sich herum wahrnehmen, diese trotzdem da sind. Der Lebensraum von vielen Insekten und Kleintieren zum Beispiel befindet sich genau unter Ihren Füßen. Bleiben Sie auf den markierten Wegen, beobachten Sie die Tiere mit einem Fernglas aus der Entfernung. Der Wunsch die Tiere zu fotografieren rechtfertigt nicht, ihren Fluchtreflex auszulösen. Je öfter Sie Ihr Gebiet aufsuchen, desto mehr Tiere entdecken Sie. Mit etwas Glück gewöhnen sich einige der Tiere an den regelmäßigen Besucher. Sie lernen ihre Lieblingsplätze kennen und können das Verhalten dieser Tiere studieren.

Sollten Sie bei einem Ihrer Ausflüge eine seltene Tier- oder Pflanzenart zu Gesicht bekommen, verbreiten Sie diese Information nicht. Die Tiere könnten durch einen ständigen Besucherstrom ernsthaften Schaden nehmen. Bevor Sie vom Beobachten zum Fotografieren übergehen, erkundigen Sie sich, wem der Wald gehört und bitten Sie den Revierinhaber, die Parkverwaltung oder die Gemeinde um eine Fotoerlaubnis, besonders dann, wenn es sich um ein Naturschutzgebiet handelt. Stellen Sie kein Tarnzelt auf, ohne dies bei den zuständigen Stellen zuvor anzumelden.

Tiere in der Stadt finden

Die Zahl der Wildtiere, die in der Stadt leben, nimmt stetig zu. Sie werden von dem großen Futterangebot in der Stadt angelockt. Leicht zugängliche Abfälle machen den Lebensraum Großstadt nicht nur für Füchse, Mauersegler oder Waschbären attraktiv. Immer mehr Wildtiere verlassen ihre Wiesen und Felder, da sie auf dem Land wegen der dortigen landwirtschaftlichen Monokulturen nur wenig Nahrung finden. Allein in Berlin leben 10.000 unterschiedliche Tierarten. Diese schätzen nicht nur das reiche Futterangebot, sondern auch die Sicherheit, die die Stadt ihnen bietet. So tummeln sich zum Beispiel Wildkaninchen in Wohngebieten, weil sie dort vor tierischen und menschlichen Jägern relativ sicher sind. Besonders in Städten und Regionen, die einen Strukturwandel durchlaufen haben, finden Wildtiere neuen Lebensraum. Grüne Industriebrachen und kurze Wege zum Müll bieten ideale Überlebensbedingungen. Auch wenn Tiere in der Stadt Menschen eher gewöhnt und weniger scheu sind, gilt auch hier, dass Sie sich ihnen vorsichtig und respektvoll nähern sollten.

Vögel fotografieren

Es gibt eine ganze Reihe von ausgezeichneten Naturführern, die sich mit dem Thema Vögel beobachten beschäftigen. Diese Bücher gehen auf die verschiedenen Regionen Deutschlands ein und liefern hilfreiche Informationen darüber, wann und wo welche Vögel zu finden sind. Den Büchern liegt meist noch eine Wanderkarte be,i in der die Vogelgebiete eingezeichnet sind. Zu diesem Thema lassen sich auch zahlreiche Seiten von begeisterten Vogelguckern im Internet finden.

Fotoexkursionen

Freunde der Tierfotografie haben die Möglichkeit, auf Fotoexkursionen ihr Hobby auszuleben. In Begleitung zertifizierter Natur-und Landschaftsführer kann der Fotograf, allein oder in der Gruppe, beispielsweise die Pflanzen- und Tierwelt des Eifel-Nationalparks kennenlernen, die Kranichrast in der Rügen-Bock Region im Bild festhalten oder Seeadler beim Fischfang in der Feldberger Seenlandschaft fotografieren.

Ob Wildpark in Deutschland oder die Serengeti in Afrika, die Tierfotografie eröffnet Ihnen spannende Einblicke in die Tierwelt. Sie werden Momente erleben, in denen Sie sich im absoluten Einklang mit der Natur befinden, während Sie sich gleichzeitig mit den ersten Naturforschern und Abenteurern verbunden fühlen.